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Richtiges Heizen und Lüften von Aufenthaltsräumen zur Vermeidung von Hygieneproblemen

5. Oktober · 9:0012:00

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Vermeidung von Hygieneproblemen unter Berücksichtigung der Bausubstanz

Der Nutzen im Überblick

Zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung werden von der Lüftungsindustrie als beste Lösung für die Wohnungslüftung beworben. Allerdings sind solche Anlagen im Gebäudebestand nur selten vorhanden oder nachrüstbar. Hier wird i.d.R. auf die Fensterlüftung gesetzt. Die meisten Experten raten dabei zur sog. Stoßlüftung, da diese als besonders Energie sparend angesehen wird. Die Stoßlüftung unterscheidet sich in ihrer Wirkung stark vom Betrieb einer kontinuierlich laufenden mechanischen Lüftungsanlage. Wie gut die Stoßlüftung zur Regulierung der Raumluftfeuchte funktioniert und wie häufig die Fenster zu öffnen sind, um eine hohe Raumluftqualität zu erreichen, wird in diesem Seminar genauer beleuchtet. Außerdem wird auch auf die Herausforderungen bei einer Teilbeheizung von Wohngebäuden und auf den optimalen Bereich der Raumluftfeuchte in Abhängigkeit vom Dämmstandard der Gebäudehülle eingegangen.

Inhalte

– Hygienischer Raumluftfeuchtebereich in Abhängigkeit vom Dämmstandard der Gebäudehülle.
– Zusammenspiel von Feuchteproduktion und Feuchtepufferung in Wohnräumen mit der der Lüftung durch Infiltration und Fensteröffnen oder mithilfe von Lüftungsanlagen.
– Einfluss von Teilbeheizung und intermittierendem Heizbetrieb auf die Feuchte im Raum.
– Raumluftfeuchtebedingungen und Schimmelpilzrisiko im Altbau vor und nach einem Fensteraustausch mit oder ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen.

Ihr Dozent

Prof. Dr.-Ing. Hartwig M. Künzel 
war von 1987 bis 2026 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) und dort von 1994 bis 2025 Leiter der Abteilung Hygrothermik. Aus seiner Dissertation im Fachbereich Bauingenieurwesen der Universität Stuttgart 1994 ist das heute weltweit angewandte hygrothermische Simulationsmodel WUFI® hervorgegangen. 
Hartwig Künzel ist Mitglied in Sachverständigenausschüssen des DIBT sowie in Arbeitsgruppen der WTA und leitete 12 Jahre lang den deutschen Normungsausschuss zum klimabedingten Feuchteschutz. Er lehrt als Honorarprofessor an der Universität Stuttgart klimagerechtes Bauen. Aufgrund seiner Beiträge zur internationalen Bauphysikforschung und Entwicklung wurde er von der American Society of Heating, Refrigeration and Air-conditioning Engineers (ASHRAE) zum Fellow und von der Japanischen Gesellschaft für Heizung-, Klima- und Sanitärtechnik (SHASE) zum Internationales Ehrenmitglied ernannt.  Dem Fachpublikum ist er durch zahlreiche Vorträge und über 450 nationale und internationale Publikationen und Konferenzbeiträge bekannt. 

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an alle Energieberatenden, Architekt:innen, Sanierungsbegleiter:innen und Planer:innen.

Zertifikate bei Teilnahme

Teilnahmezertifikat

Organisatorisches und Arbeitsmittel

Skript und Arbeitsunterlagen werden gestellt.

Unterrichtsform

Online über die BBB-Plattform / Präsenz: nein

Hinweis zur dena-Anerkennung

Beantragte Unterrichtseinheiten für die Eintragung bzw. Verlängerung des Eintrags in der Energie-Effizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes für diese Veranstaltung:

  • Wohngebäude (WG): 4 Unterrichtseinheiten
  • Nichtwohngebäude (NWG): 4 Unterrichtseinheiten
  • Energieaudit DIN 16247/Contracting (BAFA): 4 Unterrichtseinheiten

Zur Verlängerung des Listeneintrages müssen alle drei Jahre insgesamt 24 Unterrichtseinheiten nachgewiesen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Details

Veranstaltungsort

  • Online-Schulung
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