
Der Nutzen im Überblick
Die Teilnehmenden erwerben fundiertes und praxisnahes Wissen zur Durchführung des hydraulischen Abgleichs von Heizanlagen in Neubauten und Bestandsgebäuden. Sie lernen, welche Daten erforderlich sind, wie unterschiedliche Verfahren angewendet werden und welche normativen Anforderungen zu beachten sind. Anhand konkreter Vorgehensweisen können sie den hydraulischen Abgleich systematisch planen, berechnen und bewerten – von der Vorwärtsberechnung bei neuen Anlagen bis zur Rückwärtsberechnung und zu alternativen Verfahren bei Bestandsanlagen. Dadurch sind sie in der Lage, den hydraulischen Abgleich fachgerecht umzusetzen, energetische Einsparpotenziale zu erschließen und Anforderungen aus Regelwerken und Förderprogrammen sicher zu erfüllen.
Inhalte
Teil 1 am 04.05.26: Grundlagen der Heizlastberechnung
– Physikalische Zusammenhänge bei Transmissionsheizlast
– Innere und äußere Wärmeübergänge an Wänden,
– U-Wert von Bauteilen
– Physikalische Zusammenhänge bei Lüftungsheizlast
– Arten des Luftwechsels (Mindest-LW, Feuchteschutz. usw.)
– Norm-Außentemperatur – wie ist sie definiert? (Klimazone/Standort) Wofür wird sie
benötigt?
– Norm-Innentemperatur vs. Komforttemperatur, Aufheizzuschlag
– Sonderfälle Wärmebrücken, hohe Räume, Wärmespeicherkapazität des Baukörpers,
Korrektur der Norm-Außentemperatur
– Unterschiede der verschiedenen Verfahren (ausführlich, vereinfacht)
– Trinkwassererwärmung nach DIN 12831 Teil 3
Teil 2 am 06.05.26: Grundsätzliches Vorgehen bei der Berechnung
– Raumweise Ermittlung der Transmissionsheizlast
– Abmessungen Bauteile (Korrektur der Innenmaße)
– Transmission an Außenbauteilen (Luft, Erdreich)
– Transmission an Innenbauteilen (zu kalten Räumen, Nachbarwohnungen)
– Raumweise Lüftungsheizlast
– Lichtes Raumvolumen
– Vorgabe Luftwechselrate aus Raumnutzung
– Luftdichtigkeit der Hüllfläche, Infiltration
– Funktion der Zonierung
– Freie Lüftung, Maschinelle Lüftung mit/ohne Wärmerückgewinnung
– Zusammenfassung der Daten aller Räume zur Gebäudeheizlast
– Sonderfall Hüllflächenheizlast – wann sinnvoll?
Teil 3 am 08.05.26: Vertiefung des Stoffes anhand eines Berechnungsbeispiels (Software Hottgenroth)
– Basisdaten (Norm-Außentemperatur, Bauschwere)
– Eingabe Raumdaten (Bauteildaten, Raumtemperatur, Luftwechsel)
– Berechnungsgang bei mehreren Räumen
– Zonierung
– Raumweise Ermittlung von Transmissions- und Lüftungsheizlast
– Aufsummierung zur Gebäudeheizlast
– Ergebnisdarstellung nach Norm
Ihr Dozent
Herr Dipl.-Ing. Harald Fonfara
Das Seminar richtet sich an alle Energieberatenden, Architekten, Bauleiter, Handwerksbetriebe sowie Anfänger, die in die Thematik einsteigen
Teilnahmezertifikat
Skript und Arbeitsunterlagen werden gestellt.
Online
Beantragte Unterrichtseinheiten für die Eintragung bzw. Verlängerung des Eintrags in der Energie-Effizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes für diese Veranstaltung:
Wohngebäude (WG): 9 Unterrichtseinheiten
Nichtwohngebäude (NWG): 9 Unterrichtseinheiten
Energieaudit DIN 16247/Contracting (BAFA): 9 Unterrichtseinheiten
Zur Verlängerung des Listeneintrages müssen alle drei Jahre insgesamt 24 Unterrichtseinheiten nachgewiesen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.