
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) soll das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablösen und
die Regeln für Energieeffizienz, Sanierung und Förderung an die EU Gebäuderichtlinie EPBD anpassen.
Wir beleuchten mit einem Blick in den Markt und aus den politischen Vorgaben heraus, warum der
Gesetzgeber umstellt, welche Systematik dahintersteht und wie sich Aufgaben, Nachweise und
Anforderungen für die Beratung verändern. Und wie wir diese Änderungen im Kontext der
Klimaschutzanforderungen im Gebäudesektor einzuordnen haben.
Welche Fortschreibungen im GModG anstehen, wird im Seminar aufgezeigt: Umstieg auf
Gesamtprimärenergiebedarf, Anforderungen an die Heizungen, neue Energieausweise, neue
Effizienzklassen, Nutzungspflicht für erneuerbare Energien, Berücksichtigung von Photovoltaik,
Sanierungspflichten für NWG, neue Referenzgebäude, neue DIN/TS 18599, um nur einige Neuerungen
zu nennen.
Im Seminar erfahren Sie, was der aktuelle Stand zum GModG ist und wir können Ihre konkreten
Fragen zu anstehenden Projekten besprechen.
Vom Gebäudeenergiegesetz GEG zum Gebäudemodernisierungsgesetz GModG
– aktueller Stand der Fortführung des GEG zum GModG – Aufzeigen der Unterschiede
– Umsetzung der EU Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden EBPD
– vom Niedrigstenergiegebäude zum Nullemissionsgebäude als Anforderungsniveau
– Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude
– Nutzungspflicht für erneuerbare Energien und Berücksichtigung Strom aus erneuerbaren
Energien
– Fortschreibung der 65%-Erneuerbare-Energien Anforderung – Erfüllungsoptionen und
Nachweisführung
– Berücksichtigung von Gebäude- und Wärmenetzen
– Fristenregelungen, Ausnahmen und Verknüpfung mit der Wärmeplanung – wann greift was?
– obligatorischer Energieberatungen, Gebäudemodernisierungspässe, Sanierungspflichten
– Änderungen bei Bußgeldvorschriften, im Vollzug und für Schornsteinfeger
– neue Nachweisverfahren (Gesamtprimärenergiebedarf), Effizienzklassen und Energieausweise
– das neue Referenzgebäude
– Nachweisverfahren nach DIN V 18599, Übergang zur DIN/TS 18599
– aktueller Stand der Novelle zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) 2026
– Navigationshilfen und FAQs, Fragerunde
Herr Dipl.-Phys. Klaus Lambrecht
Partner der ECONSULT Lambrecht Jungmann Partner, Rottenburg und Stuttgart
Der Referent ist Autor des Kommentars „GEG 2024 im Bild“ im Rudolf Müller Verlag und des Fachbuchs „GEG Navigator – Leitfaden zur rechtssicheren Ausstellung von Energieausweisen“ im BKI Verlag. Er gehört zu den erfahrensten Dozenten zum Gebäudeenergiegesetz GEG und zu den Förderprogrammen. Er ist Mitglied des Gutachterteams beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz BMWK zur aktuellen GEG-Novelle und in mehreren Forschungsprojekten zu GEG, EnSimiMaV, EnEV, Wärmegesetzen, Normung und Förderprogrammen aktiv. Er ist akkreditierter Sachverständiger für die Bundesförderprogramme und seit 25 Jahren in der Energieplanung tätig. Sowohl als Dozent wie auch als Fachautor ist er mit der Thematik nicht nur auf der wissenschaftlichen, sondern konkret auf der praktischen Ebene tief vertraut. Er hat für das Umweltministerium Baden-Württemberg die Sanierungsfahrpläne gemeinsam mit dem ifeu-Institut entwickelt und die „Studie zur Errichtung eines Qualitätskontrollsystems für Energieausweise“ für das Bundesbauministerium erstellt. Zahlreiche Fachpublikationen und Lehrveranstaltungen, Lehraufträge an der Technischen Hochschule Köln und der Hochschule Rottenburg. Leitung des Deutschen Energieberatertags.
Weitere Infos
Das Seminar richtet sich an alle Energieberatenden.
Teilnahmezertifikat
Skript und Arbeitsunterlagen werden gestellt
Online über die BBB-Plattform / Präsenz: nein
Beantragte Unterrichtseinheiten für die Eintragung bzw. Verlängerung des Eintrags in der Energie-Effizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes für diese Veranstaltung:
Zur Verlängerung des Listeneintrages müssen alle drei Jahre insgesamt 24 Unterrichtseinheiten nachgewiesen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.