Ziele gut, Konkretisierung notwendig – Energiebranche braucht endlich Planungssicherheit
Der Vorsitzende des Energieberatendenverbands GIH, Stefan Bolln, sagt dazu:
„Es gibt kein eigenständiges Heizungsgesetz – und es gibt keine Zeit mehr für ideologische Schaukämpfe. Jetzt müssen tragfähige Lösungen auf den Tisch. Das Gebäudeenergiegesetz muss weiterentwickelt werden, weil europäische Regeln auf Umsetzung warten. Das ist seit Monaten allen bekannt.“ Die Bundesregierung bekennt sich zu den EU-Klimazielen – und geht mit dem Ziel einer 90-prozentigen CO2-Einsparung bis 2040 sogar darüber hinaus. „Das ist ausdrücklich zu begrüßen, gerade weil dieses Ziel im Vorfeld politisch umstritten war. Dass der Gebäudesektor dabei als zentrales Handlungsfeld genannt wird, ist folgerichtig. Doch ehrgeizige Ziele allein reichen nicht, denn ohne konkrete Maßnahmen und klare gesetzliche Rahmenbedingungen bleibt das alles heiße Luft“, so Bolln.
EPBD: Chance für die Branche – aber es fehlt noch an Klarheit
Mit der neuen EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz umzusetzen – von verpflichtender PV über Sanierungsziele bis hin zu Renovierungsplänen. Dass Deutschland sich inhaltlich zur EPBD bekennt, ist richtig – auch wenn die neue Bundesregierung beim Zeitplan auf Verschiebung spielt. Die Energieberatungsbranche kann und will liefern, braucht dafür aber jetzt konkrete Rahmenbedingungen, keine weiteren politischen Schleifen.
Problematisch ist, dass sich die Bundesregierung bei der Novellierung des GEG offenbar von einem nationalen Sonderweg leiten lässt. Die Idee, CO2 als alleinige Steuerungsgröße einzuführen, widerspricht dem EU-Recht – das hat die EU-Kommission dem GIH bei einem Besuch in Brüssel diese Woche noch einmal ausdrücklich bestätigt.
GEG-Novelle: Bitte endlich konkret
„Der Vorschlag, das Gebäudeenergiegesetz zu überarbeiten, ist grundsätzlich zu begrüßen. Aber solange sich zentrale Akteure nicht von populistischen Forderungen nach einem vermeintlichen „Heizungsgesetz-Aus“ distanzieren, bleibt die Unsicherheit in der Branche bestehen“, appelliert Bolln. „Die Umsetzung der EPBD in nationales Recht ist ohnehin Pflicht – alles andere verzögert nur notwendige Investitionen und gefährdet das Erreichen der Klimaziele.“ Die GEG-Novelle muss praxisnah, technologieoffen und verlässlich ausgestaltet werden. Dazu gehört auch, dass sie planbar ist – für die gesamte Wertschöpfungskette, vom Hersteller bis zur Energieberatung. Ein ideologisch aufgeladener Flickenteppich hilft niemandem.
Förderpolitik: Fokus auf Wirkung
Dass die Sanierungsförderung grundsätzlich weitergeführt werden soll, ist ein wichtiges Signal. Eine wirkungsvolle Förderpolitik muss die richtigen Schwerpunkte setzen – und das heißt: Fokus auf energetische Sanierung im Bestand, nicht auf den ohnehin längst ambitionierten Neubau.
Wer mit begrenzten Mitteln maximale CO2-Einsparung erreichen will, muss die Förderung dort konzentrieren, wo sie den größten Effekt hat: im Wohngebäudebestand mit hohem Sanierungsbedarf. Eine breite Förderung von EH55-Neubauten aus dem KTF ist weder ökologisch noch sinnvoll – EH55 ist im Neubau längst Standard. Hier muss kein Geld verbrannt werden, das an anderer Stelle dringend gebraucht wird.
Der GIH fordert klare und langfristig verlässliche Förderbedingungen. Die Eigentümer:innen, die Beratenden und das Handwerk brauchen schnell konkrete Planungssicherheit zur Gültigkeit, zur Finanzierung und zu den technischen Rahmenbedingungen.
GIH feiert 5.000 Mitglieder: Ein Meilenstein für die Energieberatung in Deutschland
„Die Aufnahme unseres 5.000sten Mitglieds ist nicht nur ein Grund zur Freude, sondern auch ein Beleg für die wachsende Relevanz der Energieberatung in Deutschland“, erklärt Stefan Bolln, Vorsitzender des Energieberatendenverbands GIH. „Immer mehr Fachleute schließen sich unserem Netzwerk an, um gemeinsam die Transformation hin zu einer nachhaltigen Energiezukunft zu gestalten. Unsere Expertise ist sowohl in der Politik als auch in der Öffentlichkeit gefragter denn je.“
Seit seiner Gründung hat der GIH maßgeblich dazu beigetragen, gesetzliche und förderpolitische Rahmenbedingungen im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz mitzugestalten.
Der Schwerpunkt des GIH liegt auf dem Gebäudesektor – einem Schlüsselbereich zur Senkung der CO2-Emissionen. Energetische Modernisierungen, nachhaltige Neubauten und der Ausbau von Erneuerbaren Energien sind wesentliche Treiber, um die deutschen Klimaziele zu erreichen. Neben dem positiven Einfluss auf die Umwelt tragen energetische Sanierungen auch erheblich zur Wirtschaftlichkeit von Gebäuden bei. Sie sorgen für niedrigere Energiekosten und verbessern gleichzeitig die langfristige Wertentwicklung von Immobilien. „Unsere Mitglieder liefern ganzheitliche Beratungen, die Klimaschutz, wirtschaftliche Effizienz und zukunftssichere Investitionen vereinen“, betont Bolln.
GIH kritisiert geplante Abschaffung des Heizungsgesetzes: Chaos und Unsicherheit statt Wärmewende
„Statt für Klarheit zu sorgen, wird mit dieser Rolle rückwärts viel Verwirrung gestiftet“, kritisiert Stefan Bolln, Bundesvorsitzender des GIH. „Bürger, Unternehmen und Energieberatende haben sich auf die aktuellen Regelungen eingestellt. Jetzt drohen ein massiver Attentismus und jahrelange Verzögerungen bei der Wärmewende.“
Der GIH weist darauf hin, dass eine Abschaffung nicht nur wertvolle Zeit verschenkt, sondern auch den europäischen Anforderungen widerspricht. Die Fokussierung auf den Primärenergieverbrauch als Maßstab wäre eine sinnvolle Vereinfachung gewesen – nun droht stattdessen eine zusätzliche Verkomplizierung.
Zudem bremst die Entscheidung eine dringend notwendige Markt- und Investitionsdynamik aus: Der eingebrochene Sanierungsmarkt erholt sich nur langsam und würde dadurch wieder geschwächt. Eine Konjunkturerholung könnte abrupt abgewürgt werden. Der GIH fordert daher eine klare Planbarkeit und Langfristigkeit in der Gesetzgebung und Förderung. Änderungen sollten ausschließlich im Einklang mit der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) erfolgen, die 2026 in nationales Recht umgesetzt werden muss.
„Die Wärmewende darf nicht durch politische Kehrtwenden blockiert werden“, betont Bolln. „Statt populistischen Abschaffungstheorien zu folgen, braucht es endlich mehr unaufgeregte Fachlichkeit, um ins Tun zu kommen. Ein klares Bekenntnis zum Gebäudeenergiegesetz ist essenziell, eine gezielte Optimierung im Anlagenbereich kann die Energiewende effektiv voranbringen. Unser Fokus sollte auf praxistauglichen Lösungen liegen, die Planungssicherheit schaffen und den Markt nachhaltig stabilisieren.“
Klimaschutz als wirtschaftliche Chance: Bundestagsabgeordnete müssen jetzt die Weichen stellen
Der GIH fordert daher eine vorausschauende Politik mit konkreten Maßnahmen statt bloßer Absichtserklärungen.
„Um eine erfolgreiche Energiewende im Gebäudesektor zu gewährleisten, braucht es eine langfristige Gebäudeförderung mit mindestens zehn Jahren Planungssicherheit für klimafreundliche Sanierungen. Insbesondere die schlechtesten Gebäude bieten ein hohes Einsparpotenzial. Zusätzlich müssen Infrastruktur-Investitionen aufgestockt und der öffentliche Gebäudebestand in diese Maßnahmen einbezogen werden“, erläutert Stefan Bolln, Bundesvorsitzender des Energieberatendenverbands GIH.
Deutschland sollte zudem eine Pionierrolle in der Entwicklung effizienter Dämmstoffe und Speichertechnologien einnehmen – hierfür ist jährlich mindestens eine Milliarde Euro für Forschung erforderlich. Gleichzeitig muss die öffentliche Hand gestärkt werden, damit Bund, Länder und Kommunen ihrer Vorbildfunktion im Klimaschutz gerecht werden können.
Eine nachhaltige Klima- und Energiepolitik ist keine Belastung, sondern eine Investition in die Zukunft. „Eine konsequente Wärmewende mit einer hohen Effizienz und mehr erneuerbaren Energien erhöht die Versorgungssicherheit und stärkt die Bauwirtschaft. Die Politik muss jetzt Entscheidungen treffen, damit die Frühjahrsbelebung kein Strohfeuer bleibt und langfristig mehr Gebäude saniert werden. Das entlastet auch den Wohnungsmarkt“, so Bolln.
Der GIH fordert die Bundestagsabgeordneten auf, den Gebäudebereich in der Budget- und Gesetzesplanung zu priorisieren – für Klimaschutz, Wirtschaft und soziale Sicherheit.
Zukunftsinvestitionen in die energetische Gebäudesanierung sichern
Die energetische Gebäudesanierung ist nicht nur ein entscheidender Hebel zur Erreichung der Klimaziele, sondern auch ein zentrales Element wirtschaftlicher Stabilität und Arbeitsplatzsicherung. Die Bauwirtschaft und zahlreiche Industriebranchen sind auf klare Anreize und Förderstrukturen angewiesen, um energetische Sanierungen und Prozessoptimierungen effizient umsetzen zu können. „Ohne gezielte Fördermaßnahmen bleibt die Wärmewende ein Lippenbekenntnis – mit fatalen Folgen für den Gebäudesektor und den Klimaschutz. Jede Kürzung bremst den Fortschritt und macht die Klimaziele unerreichbar. Investitionen in Sanierung sind Investitionen in unsere Zukunft“, betont Stefan Bolln, Bundesvorsitzender des Energieberatendenverbands GIH.
Insbesondere öffentliche Gebäude stehen in der Verantwortung. Im Rahmen der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) müssen zahlreiche öffentliche Immobilien bis 2030 saniert werden. Diese sind ein integraler Bestandteil der Infrastruktur und der öffentlichen Daseinsvorsorge. Investitionen in die Sanierung sind somit nicht nur Werterhalt, sondern auch langfristige finanzielle Entlastung. Ein sinkender Energieverbrauch bedeutet reduzierte Energiekosten – eine Rechnung, die für Kommunen, Unternehmen und Privathaushalte gleichermaßen aufgeht. „Ein von meinem Büro beratenes Gebäude konnte seinen Energieverbrauch massiv reduzieren. Jetzt sind die Energiekosten für die nächsten 20 Jahre planbar“, berichtet Bolln.
Der GIH fordert die Verhandlungspartner auf, Klimaschutz im Gebäudebereich als unverzichtbaren Bestandteil der Zukunftsstrategie zu verankern – im Sinne der Wirtschaft, der öffentlichen Haushalte und einer nachhaltigen Energieversorgung.
GIH fordert klare Zuständigkeiten für die Energiewende
Stefan Bolln, Bundesvorsitzender des GIH, fordert:
„Die Lage im Baubereich ist dramatisch, und das Vertrauen in den Klimaschutz schwindet, obwohl er wichtiger denn je ist. Viele meiner Kunden sind verunsichert: Was ist sinnvoll, was vorgeschrieben, was wird gefördert? Die Politik muss endlich klare und langfristige Rahmenbedingungen schaffen – es ist die letzte Chance, den Klimaschutz positiv zu belegen. Nur durch konsequente Energieeffizienzmaßnahmen bleibt Bauen und Wohnen bezahlbar.“
Der GIH appelliert daher an die neuen Regierungsparteien, die Fortführung des Haushalts sicherzustellen, um wirtschaftliche Prozesse nicht zu gefährden. Die Energiewende muss planvoll und unter Einbindung von Fachleuten weiter vorangetrieben werden, statt durch unkoordinierte Schnellschüsse ins Stocken zu geraten.
Um jetzt Fahrt aufzunehmen und den klimaschutzrelevanten Bereichen des Bausektors, der Industrie, des Energie- und Verkehrssektors Unterstützung an die Hand zu geben, empfiehlt der GIH, diese zu bündeln. Die bisherige Verteilung auf verschiedene Ministerien führte oft zu Verzögerungen und Unstimmigkeiten. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten klare, konsistente Regelungen und Planungssicherheit.
Bundestagswahl: Eine neue Chance für die Gebäudesanierung
Vor dem Hintergrund seiner Praxiserfahrung zeigt der Verband der Politik konkrete Verbesserungsansätze auf. „Die Energiewende stockt, die Sanierungsquote dümpelt vor sich hin und die Bauwirtschaft gerät zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Nachdem die Förderung von Energieberatungen drastisch gekürzt wurde, ist auch hier die Nachfrage rückläufig – weshalb die Beratungsbranche Stellen abbaut und Gebäudebesitzende zurückhaltend und verunsichert sind“, fasst der GIH-Bundesvorsitzende Stefan Bolln die aktuell kritische Lage auf dem Sanierungsmarkt zusammen.
Alles in allem eine Gemengelage, die ambitionierten klimapolitischen Zielen nicht gerecht wird. Weshalb der GIH die nun anstehenden Neuwahlen als Chance begreift: „Wer auch immer kommendes Jahr das Zepter in die Hand nimmt: Ich hoffe, dass die für alle Beteiligten unbefriedigende Situation aufgelöst wird und endlich zielführende Rahmenbedingungen geschaffen werden“, so Bolln.
Auf der Basis umfangreicher praktischer Erfahrungen hat der Verband ein Papier mit zentralen Ansatzpunkten formuliert, die in Angriff genommen werden müssen: Neben vereinfachten, digitalisierten und beschleunigten Förderprozessen sowie planbaren und verlässlichen Bedingungen fordert der GIH an den entscheidenden Stellen auch die verbindliche Einbindung von Beratungsexpertise. „Es kann nicht sein, dass die Politik stets von der Schlüsselrolle der Energieberatung spricht, dann aber die entsprechende Förderung zurückfährt oder bei besonders komplexen Vorhaben wie großräumigen Quartierssanierungs- oder Wärmeplanungskonzepten auf sie verzichtet“, so Bolln. Wichtig sei aber auch ein ganzheitlicher Ansatz, der die Gebäudehülle mit in den Blick nimmt, sowie ein geschütztes Berufsbild für die Energieberatung.
Sozial gefährlich: Experten mahnen, Effizienz im Blick zu halten
Nach Ansicht der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF), des Energieberatendenverbands GIH und führender Experten würde diese Strategie zu hohen Transformationskosten führen und Mietende dauerhaft mit hohen Energiekosten belasten.
„Energieeffizienz ist ein zentraler Baustein für bezahlbares Wohnen, eine sichere Energieversorgung und den Klimaschutz. Die Lage ist zu ernst, um die Debatte so zu polarisieren”, erklärt Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF. Den im Manifest geforderten Paradigmenwechsel wertet Noll als sozial gefährlich, da er den Mietenden hohe Kosten aufbürde.
Benjamin Weismann, Geschäftsführer des GIH, erläutert: „Der alleinige Fokus auf CO2-Werte und eine Absage an Effizienzanforderungen ist kurzsichtig. Was auf den ersten Blick für Vermieter kostengünstiger erscheinen mag – schließlich können sie die Heizkosten auf die Mietenden umlegen –, entpuppt sich für Mietende als unkalkulierbares Kostenrisiko, da diese die Verbrauchskosten tragen.“
Prof. Andreas Holm stellt klar: „In der Debatte über energetische Maßnahmen muss klar zwischen dem Endenergieverbrauch für Wärme und den CO2-Emissionen unterschieden werden. Bisher wurde vor allem in CO2-Reduktionen investiert, etwa durch den Wechsel des Energieträgers. Das funktioniert aber nur, solange der Anteil erneuerbarer Energien im Wärmemarkt niedrig ist. Ein vollständiger Umstieg auf erneuerbare Wärme ohne Senkung des Energiebedarfs würde jedoch enorme Investitionen und Importe von synthetischem Gas und Öl erfordern. Die Kosten für den Ausbau von Strom- und Wärmenetzen würden ins Unermessliche steigen. Deshalb ist eine höhere Energieeffizienz dringend notwendig.“
Der Architekt Dr. Burkhard Schulze Darup kritisiert, dass eine Strategie, die nur auf die CO2-Intensität der Energieversorgung setzt, die vielen Wohnungsunternehmen diskreditiere, die seit Jahren hervorragende Effizienzstrategien umsetzen. Zudem führe dies zu einer Explosion des Bedarfs an erneuerbaren Energien vor allem zu Zeiten der kalten Dunkelflaute und treibe somit die Kosten der Energiewende unnötig in die Höhe. Dr. Schulze Darup erläutert: „Ein übermäßiger Energieverbrauch bedeutet, dass enorme Mengen erneuerbarer Energien bereitgestellt und verteilt werden müssten. Diese zusätzliche Belastung übersteigt nicht nur die aktuellen Ausbaukapazitäten bei weitem, sie ist teuer und führt wegen der deshalb nötigen Energieimporte zu weiteren Abhängigkeiten.”
DENEFF und GIH fordern daher, im Gebäudesektor endlich tatsächlich auf Energieeffizienz als wichtiges Mittel zur CO2-Senkung zu setzen. Priorität müsse insbesondere die Sanierung der Bestandsgebäude mit den höchsten Energiekosten haben. Nur so könne die klimafreundliche Transformation bezahlbar und sozial gerecht gestaltet werden. Effizienz sei keine Option, sondern eine unabdingbare Voraussetzung für eine sichere und bezahlbare Energiewende.
Über die DENEFF
Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) ist ein unabhängiges, branchenübergreifendes Netzwerk von über 250 Vorreiterunternehmen und -organisationen, die ökonomisch und politisch für eine ambitionierte und effektive Energieeffizienzpolitik eintreten. Mit rund 250 Mitgliedsunternehmen ist die DENEFF das führende Energiewendenetzwerk in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.deneff.org.
Über den GIH
Der GIH-Bundesverband engagiert sich aktiv in der politischen Arena, um die Belange der Energieberatenden auf Bundes- und Landesebene zu vertreten. Durch seine politische Arbeit strebt der Verband an, die Rahmenbedingungen für die Branche positiv zu gestalten und innovative Lösungen zur Begrenzung des Klimawandels voranzutreiben. Als Dachverband von 13 regionalen Mitgliedsverbänden aus den jeweiligen Bundesländern, vertritt er rund 5.000 qualifizierte Energieberatende, darunter Handwerksmeister und Techniker, Ingenieure, Architekten, Naturwissenschaftler und Quereinsteiger. Wenden Sie sich bei Fragen gerne an .
Klimaziele sichern: GIH fordert klare Rahmenbedingungen für die Energieberatung
Sichere Rahmenbedingungen und verlässliche Förderungen sind für die langfristige Planung unerlässlich.
„Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) bildet den Grundpfeiler für klimafreundliche Investitionen im Gebäudebereich“, erklärt Stefan Bolln, Vorsitzender des GIH. „Energieberatende sollten Ihre Anträge unbedingt bis zum Jahresende stellen. Dennoch brauchen wir eine Klarstellung, wie es im nächsten Jahr weitergeht.“ Ein Bekenntnis zur Fortführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sorge dafür, Investitionen abzusichern und die Unsicherheiten bei Bauherren und Energieberatenden zu verringern.
Die Energieberatung ist der zentrale Einstieg in die Gebäudesanierung und damit ein unverzichtbares Instrument, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen. „Sie öffnet die Türen zu energetischen Sanierungen und ist ein wesentliches Element, um klimafreundliche Technologien und Maßnahmen flächendeckend zu fördern und die gesellschaftliche Akzeptanz dafür zu erlangen“, so Bolln.
Angesichts der aktuellen Unsicherheiten bei den Förderprogrammen für energetische Maßnahmen fordert der GIH von der Politik Besonnenheit und Entschlossenheit. „Wir brauchen einen verlässlichen politischen Rahmen, damit die Planungssicherheit für alle Akteure gewährleistet bleibt“, betont Bolln.
Der GIH appelliert an alle politischen Akteure, im Interesse einer klimafreundlichen Zukunft und einer starken, zukunftsrelevanten Branche unverzüglich die erforderlichen Schritte einzuleiten und damit die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung im Gebäudebereich zu stellen.
Start des neuen Förderprogramms für Familien
Zumeldung:
Das Förderprogramm „Jung kauft Alt“, das Familien mit kleinen und mittleren Einkommen beim Kauf von Wohneigentum helfen soll, startet heute am 3. September. Über zinsverbilligte Kredite der Förderbank KfW erleichtert der Staat den Kauf sanierungsbedürftiger Häuser und Wohnungen der Effizienzklassen F, G und H zur Eigennutzung für Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind, die maximal 90.000 Euro Einkommen im Jahr erhalten.
Der GIH-Bundesvorsitzende, Stefan Bolln, begrüßt das neue Förderprogramm:
„Die zentrale Idee, die Gebäudesanierung wieder attraktiver zu machen und auch jungen Familien Eigentum zu ermöglichen, befürworten wir sehr. Um das Ziel der Klimaneutralität und CO2-Einsparung im Gebäudesektor weiter voranzubringen, unterstützen Energieberatende tagtäglich bei der Planung und Berechnung solcher Sanierungsvorhaben, um für die Kunden das bestmögliche Einsparpotenzial rauszuholen.
Dennoch sollte die Politik darauf achten, dass sich die unterschiedlichen Förderprogramme nicht gegenseitig finanziell belasten oder gar aushebeln und so für neue Kürzungen und fehlende Verlässlichkeit sorgen.“
